Ziele, die durch das CytoSorb-Register erreicht werden sollen

Klinische Datenregister sind wertvolle Instrumente zur langfristigen Erfassung des Nutzens medizinischer Anwendungen, zur Beurteilung und zum Vergleich der Leistungsfähigkeit von Behandlungsmethoden und Medizinprodukten und wirksame Instrumente des Transfers neuer Technologien in die Praxisroutine.


Der Einsatz von CytoSorb unter Real-Life-Bedingungen soll umfassend, falls möglich vollzählig erfasst werden. Ziel ist die Dokumentation aller CytoSorb Anwendungen in verschiedenen klinischen Settings bei allen Patienten, die mit dieser Technologie in Deutschland, Österreich und der Schweiz behandelt werden (Zielpopulation).


Das Register dient der Erhebung von Praxisdaten auf breiter Ebene, einer zentralen, strukturierten und umfänglichen Dokumentation dieser Daten sowie einem gerichteten Datenaustausch. Die Daten sollen dazu genutzt werden, die Erfahrung über die klinische Effizienz der Technologie zu erweitern, die Qualität der therapeutischen Anwendung zu optimieren sowie mögliche Behandlungs- bzw. Geräte-assoziierte Komplikationen frühestmöglich zu erkennen. Im Register werden alle relevanten Informationen wie Diagnose, Begleiterkrankungen Therapiemaßnahmen, Medikation, Krankheitszustand sowie klinische Laborparameter über den Verlauf der Behandlung dokumentiert.


Das CytoSorb-Register soll den Ärzten verschiedener Fachrichtungen über Zugriff auf die eigenen Anwendungsdaten und Zugang zu den Ergebnissen der periodischen Auswertungen (Registerteilnehmer) sowie durch Publikationen der Ergebnisse (Registerteilnehmer und externe Interessenten) die Möglichkeit geben, sich über die Einsatzbreite der Behandlung zu informieren und eigene Erfahrungen beizusteuern.


Das CytoSorb-Register soll als effektives Werkzeug die Datenbasis schaffen, medizinische Entscheidungen zu begründen und zu optimieren. Besonders geeignet ist die aktive Form der Datenerhebung, bei der die Daten eigens zu diesem Zweck von registereigenem bzw. eigens beauftragtem, qualifiziertem Personal prospektiv erhoben werden [1].


Ein Register kann helfen, offeneFragen aus der klinischen Praxis versuchen zu beantworten. Auch ist durch die Heterogenität der Patientengruppe die Möglichkeit gegeben, Subgruppen zu identifizieren, deren Risk-Benefit-Profil differenziert bewertet werden kann.. Zur Ermittlung des Stellenwertes einer Therapie in der Versorgungslandschaft sind Registerdaten unverzichtbar [2].


Einrichtungen, die Daten zum Register beisteuern, erhalten die Möglichkeit zur Etablierung eines Qualitätsmonitorings und einer Optimierung der CytoSorb-Anwendung durch kontinuierliche retrospektive Bewertung der eigenen Ergebnisse, durch periodische Vergleiche mit Daten aus anderen teilnehmenden Zentren und durch den Zugriff auf die regelmäßigen Auswertungen der Resultate aller Teilnehmer [3].


Die vorgesehenen Endpunkte ermöglichen eine umfassende Darstellung der Effizienz der CytoSorb-Anwendung in Bezug auf mehrere indikationsrelevante Aspekte. Zusammen mit dem Monitoring der Anwendungssicherheit stellen diese Daten die Grundlage für die Etablierung von Benchmarks, die eine höhere Behandlungsqualität gewährleisten.
  • Muller, D., et al., Memorandum Register für die Versorgungsforschung [Memorandum registry for health services research]. Gesundheitswesen, 2010. 72(11): p. 824-39.
  • Wegscheider, K., Medizinische Register – Nutzen und Grenzen [Medical registries. Benefits and limitations]. Bundesgesundheitsblatt Gesundheitsforschung Gesundheitsschutz, 2004. 47(5): p. 416-21.
  • Gliklich RE, Dreyer NA, editors., Registries for Evaluating Patient Outcomes: A User’s Guide. 2nd edition. ed. 2010 Sep., Rockville (MD): Agency for Healthcare Research and Quality (US).

Hier ist das Informationsvideo zum Cytosorb-Register

CytoSorb Registry Video from CytoSorb on Vimeo.

Lesen Sie mehr in unserem Flyer zum Cytosorb-Register

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