Efficiency versus effectiveness – oder: Wozu brauchen wir Register?

RCTs allein reichen nicht – mit dieser kurzen Aussage lässt sich der Nutzen von medizinischen Registern zusammenfassen. Die Notwendigkeit von Randomisierten Kontrollierten Studien (RCTs) soll dabei keineswegs in Frage gestellt werden. Aufgrund ihrer selektiven Ein- und Ausschlusskriterien, dem spezifischen Setting und der Beschränkung auf eine konkrete Fragestellung in einer strikt definierten Studienpopulation spiegeln RCTs die klinische Wirklichkeit jedoch nur sehr unzureichend wider. Die aus RCTs und anderen Studien generierten Erkenntnisse sind rein statistischer Natur und ermöglichen in der Regel keine individuellen Aussagen. Folglich ist die Übertragbarkeit ihrer Ergebnisse in den klinischen Alltag oft schwierig. An dieser Stelle kommen die Register ins Spiel.

Da in Registern die Zielpopulation repräsentativ, manchmal sogar vollständig erfasst wird, bildet ein Register die tatsächliche Versorgungspraxis ab, kann Therapie-Schwachstellen offenlegen und beim Optimieren von Abläufen helfen. Dadurch können die Indikationen einer Therapie präzisiert, Unterschiede in Subgruppen festgestellt, Langzeiteffekte und Begleiterscheinungen einer Therapie erfasst und Sicherheitsprofile ausgewertet werden. Auch ökonomische Bewertungen einer Therapie sind mit Registerdaten möglich. Medizinische Register stellen daher eine wichtige Erkenntnisquelle zur Qualitätssicherung und zur Praxis der therapeutischen Versorgung dar, und sind unverzichtbar, wenn es darum geht, wissenschaftliche Erkenntnisse in den klinischen Alltag zu übertragen.

„Science tells us what we can do;
Guidelines what we should do;
Registries what we are actually doing. „
Lukas Kappenberger MD
Heart Rhythm Society Policy Conference
Washington DC 2005

Hier ist das Informationsvideo zum Cytosorb-Register

CytoSorb Registry Video from CytoSorb on Vimeo.

Lesen Sie mehr in unserem Flyer zum Cytosorb-Register

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