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Neue Publikationen


Bernardi MH, Rinoesl H, Dragosits K, Ristl R, Hoffelner F, Opfermann P, Lamm C, Preißing F, Wiedemann D, Hiesmayr MJ, Spittler A
Crit Care. 2016 Apr 9;20(1):96.


Tomescu DR, Dima SO, Ungureanu D, Popescu M, Tulbure D, Popescu I
Int J Artif Organs 2016


Faenza S, Ricci D, Mancini E, Gemelli C, Cuoghi A, Magnani S, Atti M
Critical Care 2016, Suppl

Klinische Studien


Bernardi MH, Rinoesl H, Dragosits K, Ristl R, Hoffelner F, Opfermann P, Lamm C,
Preißing F, Wiedemann D, Hiesmayr MJ, Spittler A
Crit Care. 2016 Apr 9;20(1):96.

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Kurzzusammenfassung:
Ziel dieser ersten randomisierten, verblindeten, kontrollierten, single-center Studie in 46 Patienten, die sich einem elektiven herzchirurgischen Eingriff (Bypassoperation [CABG], Klappeneingriff, kombinierter Eingriff) mit einer zu erwarteten CPB Zeit von mehr als 120 min unterzogen, war die Untersuchung der Effekte von CytoSorb (installiert in einen kardiopulmonalen Bypass [CPB] = intraoperative Nutzung) auf Änderungen von pro- und antiinflammatorischen Zytokinlevels, Entzündungsmarkern und auf Unterschiede im perioperativen Verlauf der Patienten. Die Autoren fanden keine Reduktion der pro-inflammatorischen Antwort in den Patienten und keinen Einfluss von CytoSorb auf den peri-operativen Verlauf. Dabei ist zu beachten, dass in die Studie nur die am wenigsten kranken Patienten eingeschlossen wurden, die sich zudem Eingriffen mit geringem Risiko unterzogenen. Deshalb fällt die inflammatorische Antwort auch in der Kontrollgruppe sehr moderat aus. Die Verwendung und Installation des CytoSorb Adsorbers in den CPB Kreislauf war technisch praktikabel und zeigte keinerlei unerwünschte gerätebedingte Ereignisse. Die Ergebnisse zeigen auch, dass Albumin und Plättchen nicht signifikant durch CytoSorb beeinflusst werden. Es gibt einen möglichen protektiven Effekt der postoperativ erhöhten IL-10 Levels, welche in vorigen Studien mit einer verringerten Mortalität assoziiert waren. Nachdem Sicherheit und Durchführbarkeit gezeigt werden konnten, müssen nun diejenigen Patientengruppen identifiziert werden, die am meisten von CytoSorb profitieren.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27059056


Kogelmann K, Druener M, Jarczak D
Critical Care 2016, Suppl

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Kurzzusammenfassung:
Ziel dieser Fallserie in 14 kritisch kranken Patienten war es, die Effektivität von CytoSorb als adjunktive Therapie zu zeigen. Die Autoren konnten eine höhere Überlebensrate in Patienten feststellen, wenn die Behandlung mit CytoSorb zu einem frühen Zeitpunkt initiiert wurde (<48 Stunden nach Diagnose septischer Schock), wohingegen Patienten, die eine Verzögerung im Therapiebeginn hatten (>48 Stunden nach Diagnose sept. Schock), eine deutlich schlechtere Überlebenswahrscheinlichkeit zeigten. Während und nach CytoSorb Therapie konnte eine deutliche Verringerung des Katecholaminbedarfs (Noradrenalin μg/h vs. dadurch erzielter MAP) beobachtet werden, wobei die Katecholamindosen auf ein Zehntel reduziert werden konnten. Diese Beobachtungen zeigen, dass ein möglichst früher Therapiestart (nicht später als 24 Stunden nach Diagnose septischer Schock/schweres SIRS) ausschlaggebend für das Überleben des Patienten sein könnte.


Laddomada T, Doronzio A, Balicco B
Critical Care 2016, Suppl

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Kurzzusammenfassung:
In dieser Case Series in 8 Patienten mit Diagnose schwere Sepsis/septischer Schock wurde der Einfluss von CytoSorb auf klinische Outcome Parameter wie MAP (mittlerer arterieller Druck), Vasopressorenbedarf und Entzündingsparameter (PCT) untersucht.
Es wurde eine Verbesserung des MAPs bei gleichzeitiger Verringerung der Vasopressorendosen festgestellt. Darüber hinaus war die Behandlung in Kombination mit CRRT mit einer Reduktion der PCT Werte und einer Verbesserung der Nierenfunktion assoziiert. In Patienten die nicht überlebten war der MAP schwer zu stabilisieren, fiel im Verlaufe ab und auch die generelle klinische Situation verschlechterte sich bei diesen Patienten zunehmend. Die Autoren schlussfolgern, dass die Verwendung von CytoSorb in Kombination mit einer Standardtherapie einen Vorteil bei der Verbesserung der hämodynamischen Situation mit einer rascheren Stabilisierung bringen könnte. Jedoch sind weitere in vivo Studien nötig, um diese Ergebnisse zu bestätigen.


Tomescu DR, Dima SO, Ungureanu D, Popescu M, Tulbure D, Popescu I
Int J Artif Organs 2016

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Kurzzusammenfassung:
In diesem Case Report berichten die Autoren über einen 46-jährigen männlichen Patienten mit primärem Transplantatversagen nach Lebertransplantation, der sich einer Notfall-Retransplantation mit einem ABO inkompatiblen Transplantat unterzog.
In der perioperativen Phase der Retransplantation wurde eine schwere systemische Inflammationsreaktion (SIRS) festgestellt.
Der Patient wurde erfolgreich mit CytoSorb + CVVH intraoperativ als auch in der frühen post-operativen Phase behandelt.
Während und nach der Behandlung kam es zu einem signifikanten und raschen Rückgang der pro- und anti-inflammatorischen Zytokine (IL-6, IL-10 und MCP-1). Die Reduktion der Zytokine war assoziiert mit einer Normalisierung des Herzzeitvolumens, des peripheren Gefäßwiderstandes sowie der Leberfunktion. Die Autoren sehen dies als den ersten Fall, in dem Hämoadsorption in Kombination mit CVVH verwendet wurde, um ein SIRS aufgrund von primärem Transplantatversagen und folgender Notfall-Retransplantation zu behandeln.


Suefke S, Sayk F, Nitschke M
Ther Apher Dial. 2016 Mar 17

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über eine 55-jährige Patientin mit arterieller Hypertonie, die mit Atemnotbeschwerden und Symptomen einer Infektion der Atemwege eingeliefert wurde. Im weiteren Verlauf entwickelte die Patientin eine manifeste pneumogene fulminante Sepsis und ein ARDS mit Notwendigkeit für eine massive Flüssigkeits- und Katecholamintherapie zur hämodynamischen Stabilisierung. Zusätzlich zur generalisierten Entzündungsreaktion waren die Plasmakonzentrationen von Myoglobin und Creatin-Kinase drastisch erhöht, was auf eine massive Infektions-assoziierte Rhabdomyolyse hindeutete. Zur Behandlung des akuten Nierenversagen Grad III (Crush-Niere) und zur Senkung der Entzündungsmediator- und Myoglobinlevels wurde CytoSorb in Kombination mit Nierenersatztherapie installiert. Während der Behandlung konnten die Plasmakonzentrationen von IL-6, Procalcitonin, Myoglobin und Creatinkinase signifikant verringert werden.
Werte für Leukozyten, Thrombozyten, Alanin-Aminotransferase und Aspartat-Aminotransferase normalisierten sich im Verlauf der vier aufeinander folgenden Behandlungen. Die klinische Situation verbesserte sich deutlich, einschließlich der Verbesserung der Atemsituation und Leberfunktion der Patientin. An Tag 13 konnte die Patientin mit anhaltendem Nierenversagen und weiterer Notwendigkeit zur Nierenersatztherapie entlassen werden. Bei diesem Patienten führte die Anwendung von CytoSorb zu einer signifikanten Zytokinreduktion (IL-6) und hatte eine wichtige additive Wirkung auf die Myoglobin Entfernung.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26991687


van der Linde GW, Grootendorst A
Neth J Crit Care. 24(2): 27-29

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 17-jährigen männlichen Patienten, der bei seinem Kinderarzt in einem ländlichen Krankenhaus über Beschwerden und prätibiale Schmerzen in seinem rechten Bein berichtete, nachdem er sich Tage zuvor zufällig bei einem Spaziergang im Feld am Bein geschnitten hatte.
Es wurde ein Phlegmon mit einem Abszess diagnostiziert und der Patient wurde umgehend chirurgisch versorgt (Wunddebridement), wobei keinerlei klinische Symptome eines subkutanen Hautemphysems oder einer nekrotisierenden Fasziitis vorlagen. Postoperativ verschlechterte sich der Zustand des Patienten zusehends und nach der Aufnahme auf Intensivstation entwickelte er ein Erythem, das sich vom rechten Unterschenkel auf den rechten Oberschenkel, über die Bauchwand bis zum linken Bein ausbreitete.
Der Patient wurde auf ein toxisches Schock-Syndrom diagnostiziert und entwickelte in dessen Folge einen septischem Schock durch eine invasive S. aureus Infektion einhergehend mit respiratorischer Insuffizienz, hämodynamischer Instabilität, hohem Bedarf an Vasopressoren, Notwendigkeit zu Hydrocortisongabe und Antibiotika-Therapie. Aufgrund der Schwere der Erkrankung wurde eine Nierenersatztherapie in Kombination mit
CytoSorb initiiert mit dem einzigen Ziel, Zytokine zu entfernen (trotz einer fehlenden akuten Nierenschädigung und somit keiner Notwendigkeit für eine Nierenersatztherapie). Innerhalb von sechs Stunden konnte die Ausbreitung des Erythems gestoppt und die Vasopressorenmengen nach 12 Stunden auf niedrigste Levels reduziert werden. Das Erythem verringerte sich in den kommenden Stunden weiter und war nach 24 Stunden völlig verschwunden.
Nach Beendigung der CytoSorb Therapie wurde mit der Diuretikabehandlung aufgrund der massiven Flüssigkeitsüberladung begonnen. Die respiratorische Situation verbesserte sich, die Beatmungsintensität konnte verringert werden und der Patient wurde am 5. Tag nach initialer Aufnahme, innerhalb von 72 Stunden nach Beendigung der CRRT, extubiert. Nach Meinung der Autoren hätte der Patient ohne CytoSorb überlebt, jedoch vermuten sie, dass sein Aufenthalt auf Intensivstation durch die Behandlung nennenswert verkürzt worden ist.

http://njcc.nl/sites/default/files/pdf/case-report4_0.pdf


Baumann A, Buchwald D, Annecke T, Hellmich M, Zahn PK, Hohn A
Trials. 2016 Mar 12;17(1):137

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Kurzzusammenfassung:
Herzchirurgische Eingriffe unter kardiopulmonalem Bypass können zu einer signifikanten postoperativen systemischen Entzündungsreaktion führen, die bisweilen in einem Multiorganversagen münden kann und mit einer schlechten klinischen Prognose assoziiert ist. CytoSorb könnte diese Entzündungsreaktion abschwächen. Ziel dieser randomisierten, 2-armigen, Patienten-verblindeten Single-Center Studie unter dem Namen RECCAS ist
es, die Effizienz der intraoperativen Anwendung von CytoSorb während kardiopulmonalem Bypass zur Reduktion des pro-inflammatorischen Zytokins IL-6 zu untersuchen und die Auswirkungen auf postoperative Organdysfunktionen und das Outcome von Patienten mit hohem Risiko zu beurteilen. Unterschiede in sekundären Zielvariablen zwischen den Studiengruppen könnten Ausgangspunkt für weitere Untersuchungen sein und
zu einem besseren Verständnis der Mechanismen der CytoSorb Behandlung beitragen.

www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26971164


Traeger K, Schuetz C, Fischer G, Schroeder J, Skrabal C, Liebold A, Reinelt H
Case Reports in Critical Care, Volume 2016 (2016)

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 45-jährigen Mann, der mit einer Dünndarmobstruktion aufgrund einer Torsion in die Klinik eingeliefert und sofort notoperiert wurde. Bei Narkoseeinleitung aspirierte der Patient massiv und entwickelte in dessen Folge ein schweres SIRS mit ARDS und
Multiorganversagen, mit folgender Indikation für ECMO, CRRT, Antibiotikagabe und niedrigdosierte Steroidtherapie. Aufgrund einer rapiden Verschlechterung des klinischen Zustandes und einem gleichzeitigen Anstieg der Entzündungsparameter wurde zusätzlich CytoSorb in den CRRT-Kreislauf
integriert. Die kombinierte Behandlung führte zu einer raschen und signifikanten Verringerung der Mediatoren-Plasmalevels. Dies ging einher mit einer deutlichen klinischen Stabilisierung des Patienten. Darüber hinaus kam es zu einer signifikanten hämodynamischen Stabilisierung mit deutlich
verringertem Bedarf an Noradrenalin sowie einer Verbesserung der Lungenfunktion und des Kapillarlecksyndroms. Der Patient konnte im weiteren Verlauf erfolgreich von der Beatmung entwöhnt werden. Die Autoren führen die klinische Verbesserung auf die rasche Kontrolle der
hyperinflammatorischen Antwort und die Reduktion der Entzündungsmediatoren durch die Kombination von CytoSorb und allen anderen eingesetzten Therapien zurück. Die Behandlung mit CytoSorb war sicher und wurde vom Patienten gut vertragen, wobei keinerlei unerwünschte
gerätebezogene Nebenwirkungen beobachtet wurden.

http://www.hindawi.com/journals/cricc/2016/9852073/

Lees N, Rosenberg A, Popov A, Hurtado-Doce A, Jones J, Marczin N, Simon A
Crit Care Med. 2015 Dec;43(12 Suppl 1):311

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Kurzzusammenfassung:
In diesem Bericht beschreiben die Autoren den Fall einer 33-jährigen Frau (5 Monate nach Entbindung), mit Schock, ARDS, metabolischer Azidose und
Neutropenie sowie stark beeinträchtigter, linksventrikulärer Funktion. Nach rapider Verschlechterung ihres Zustands, wurde die Behandlung der ambulant
erworbenen Pneumonie initiiert, einschließlich mechanischer Beatmung und signifikanter Vasopressorgabe. Aufgrund eines respiratorischen als auch
kardialen Versagens, signifikanter Laktatazidose und einer zunehmenden Verschlechterung der Organfunktionen wurde eine venoarterielle ECMO
implantiert. Zusätzlich wurde CytoSorb in Kombination mit CRRT (Prismaflex) gestartet. Die kombinierte Behandlung resultierte in einer Verbesserung der
Sauerstoffversorgung und Laktatazidose. Bereits nach 12 Stunden konnten sämtliche Vasopressoren ausgeschlichen werden. Die Patientin erholte sich
vollständig. Dieser Fall zeigt den erfolgreichen Einsatz der Kombination von ECMO und CytoSorb bei schwerer S.aureus Sepsis mit ARDS und
Kardiomyopathie und liefert weitere Hinweise darauf, dass Cytokin-Adsorption eine vielversprechende adjuvante Therapie bei schwerer Sepsis darstellt.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26570899

Kogelmann K, Drüner M, Jarczak D
Infection. 2015 Aug;43 Suppl 1:1-73. Abstract No. 58.

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Kurzzusammenfassung:
In dieser Fallserie untersuchten die Autoren die Wirksamkeit der CytoSorb Behandlung bei 8 Patienten mit Sepsis/SIRS und assoziiertem Multiorganversagen. Sie fanden eine deutliche Verringerung des Katecholamin-Bedarfs sowie eine deutliche Tendenz hin zur Reduktion der Blutlaktatwerte während als auch innerhalb der 72 Stunden nach Behandlungsende. Es wurden jedoch keine Änderungen im SOFA- und SAPS II-Score im Vergleich vor und
nach Behandlung festgestellt. Ein wesentliches Ergebnis der Studie war, dass im Vergleich zur prognostizierten Überlebenswahrscheinlichkeit von ca. 45% bei schwerer Sepsis einschließlich septischem Schock, die Autoren eine Überlebensrate von 62,5% bei diesen Patienten finden konnten. Die Behandlung mit CytoSorb war sicher und ohne Nebenwirkungen.
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs15010-015-0827-1

Emmerich M, Zietlow S, Tiesmeier J
Infection. 2015 Aug;43 Suppl 1:1-73. Abstract No. 72
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über eine 60-jährige Patientin mit septischem Schock und Multiorganversagen nach Cholezystektomie, welche durch eine massive Aspiration während Notfallgastroskopie und durch eine nekrotisierende Pankreatitis mit Indikation zur Nekrektomie verkompliziert wurde. Nach Aufnahme auf die ITU befand sich die Patientin bereits im Lungen- als auch akutem Nierenversagen, mit hohem Bedarf an Vasopressoren und Flüssigkeit.
Nach anfänglicher Stabilisierung entwickelte die Patientin am 13. postoperativen Tag eine erneute septische Episode mit Schock nach vorangegangener Kolon-Perforation, was eine Kolektomie und eine weitere Nekrektomie am Tag 14 erforderlich machte. Im weiteren Verlauf wurden lungenprotektive Beatmung, Kreislaufstabilisierung, Antibiotika-Therapie und CRRT gestartet. Zudem erhielt die Patientin eine erste adjunktive Therapie mit
Cytosorb über 48 h am 2. postoperativen Tag und eine zweite Sitzung für 96 h am 13. postoperativen Tag. Während der ersten 48 h während Therapie konnten die Noradrenalindosen von 0,13 auf 0,00 mcg/kg/min verringert werden. Unter der zweiten CytoSorb Behandlung stiegen die Noradrenalindosen von 0.13 auf ein Maximum von 0,43 mcg/kg/min an, konnten jedoch im weiteren Verlauf nach 40 Stunden komplett ausgeschlichen werden.
Der allgemeine Zustand des Patienten verbesserte sich zusehends trotz weiterer Operationen aufgrund intra-abdominaler Blutungen, Nekrosen und Wundheilungsstörungen. CRRT konnte 11 Tage nach der zweiten CytoSorb Behandlung beendet werden und der Patient konnte wurde zwei Tage später erfolgreich von der Beatmung entwöhnt werden. Die Autoren schließen aus diesem Fall, dass sie die intermittierende Cytokin-Hämoadsorption erfolgreich einsetzen konnten, um einen Patienten mit rezidivierenden septischen Schock, nekrotisierender Pankreatitis und MOF behandeln zu können. Durch eine Ergänzung der Sepsis-Standardtherapie mit zwei CytoSorb Anwendungen konnte eine schnelle hämodynamische Stabilisierung erreicht werden. Cytosorb war einfach anzuwenden und es wurden keinerlei Nebenwirkungen beobachtet.

http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs15010-015-0827-1

Schein M, Bahr V, Rißner F, Jakob M, Schumacher U, Brunkhorst FM
Infection. 2015 Aug;43 Suppl 1:1-73. Abstract No. 125
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Kurzzusammenfassung:
Dieser Artikel gibt einen Überblick über die Zielsetzung, Methoden und Auswerteverfahren des internationalen CytoSorb Registry.
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs15010-015-0827-1

Kogelmann K, Drüner M, Jarczak D
Infection. 2015 Aug;43 Suppl 1:1-73. Abstract No. 126
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen Patienten mit schwerem SIRS und Multiorganversagen im kardiogenen Schock aufgrund refraktärer Herzrhythmusstörungen, mit einhergehender diffuser Hypokinesie und einer Ejektionsfraktion von ~45% bei einer Herzfrequenz von 36. Nach 24 Stunden konventioneller Behandlung wurde die Therapie mit CRRT in Verbindung mit CytoSorb aufgrund eines gleichbleibend hohen Katecholaminbedarfs bei
anhaltendendem Nierenversagen initiiert. Während der CytoSorb Therapie kam es zu einer merklichen Verringerung des Katecholaminbedarfs um mehr als 95%. 72 Stunden nach Behandlungsende war der Patient frei von Katecholaminen. Es kam zu keiner Änderung im SOFA Score, jedoch verringerte sich der SAPS II-Score auf 50% des Ausgangswertes. Serumkonzentrationen von Laktat, Kreatinin und Leberenzymen konnten deutlich verringert werden und normalisierten sich in den folgenden 2 Wochen. Laut Autoren zeigte die Behandlung mit CytoSorb in diesem Patient große Wirkung, war sicher und ohne Nebenwirkungen. Die Autoren konstatieren zudem, dass die CytoSorb Therapie hilfsreich war, vor allem auch bei einem Patienten mit schwerer Herzinsuffizienz und damit einhergehendem schweren SIRS.
http://link.springer.com/article/10.1007%2Fs15010-015-0827-1

Hinz B, Jauch O, Noky T, Friesecke S, Abel P, Kaiser R
Int J Artif Organs 2015; 00(00): 000-000.
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über 72-jährigen männlichen Patienten mit periodisch wiederkehrenden infektiösen Episoden, der mit Verdacht auf Urosepsis ins Krankenhaus eingeliefert wurde. In den folgenden Stunden verschlechterte sich seine hämodynamischen Situation deutlich, mit Anzeichen einer metabolischen Azidose, erhöhten Entzündungsmarkern, einer schwer gestörten Blutgerinnung, erhöhten Retentionsparametern,
Leberfunktionsstörung und Bakterien und Leukozyten im Urin. Nach Aufnahme auf die Intensivstation im Zustand des septischen Schocks erhielt der Patient eine kontinuierliche Nierenersatztherapie mit zusätzlicher Hämoadsorption unter Verwendung von CytoSorb. Drei CytoSorb-Behandlungen wurden in den folgenden Tagen durchgeführt. Die erste und die darauffolgende zweite Behandlung resultierte in einer Reduktion von Procalcitonin, C-reaktivem Protein, Bilirubin und einem deutlich reduzierten Vasopressorbedarf bei sich gleichzeitig deutlich verbessernder Hämodynamik (Herzindex, extravaskuläres Lungenwasser). Aufgrund einer wieder aufflammenden “second hit” Entzündung wurde eine weitere CytoSorb Therapiesitzung durchgeführt, welche in einem deutlichen Rückgang der Leukozytose und Leber(dys)funktion resultierte. Die schnelle hämodynamische Stabilisierung mit rascher Reduzierung der Vasopressordosen innerhalb von Stunden, die Verringerung des Kapillarlecks sowie eine schnelle Reduktion der Infektionsmarker waren die wesentlichen Schlussfolgerungen, die aus der Nutzung von CytoSorb bei diesem Patienten gezogen werden können. Darüber hinaus erwies sich die Behandlung als sicher und gut verträglich. Trotz der vielversprechenden Ergebnisse der CytoSorb Anwendung in diesem Patienten sind weitere Untersuchungen notwendig, inwieweit diese positiven Wirkungen auf den Adsorber selbst zurückzuführen sind.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26349530

Pattnaik SK, Panda B.
Indian J Crit Care Med. 2015 May;19(5):296.

Kurzzusammenfassung:
In diesem Letter to the Editor beziehen sich die Autoren auf den Fallbericht von Basu et al. (PMID 25538418), schildern ihre Erfahrungen mit einem ähnlichen Patienten und diskutieren interessante Resultate der Behandlung. Ein 79-jähriger männlicher Patient mit schwerem septischen Schock (Urosepsis) und Multiorganversagen sowie einem APACHE II Score von 32, wurde mit CytoSorb Therapie in Kombination mit SLED Dialyse und unter Anwendung der Standard Surviving Sepsis Guidelines behandelt. Innerhalb von 3 Tagen verbesserten sich die hämodynamischen- und beatmungs-assozierten Parameter als auch die Urinausscheidung. Der APACHE II Score von 32 vor Behandlungsbeginn verbesserte sich auf 8 am Tag 3 der Therapie, während die IL-6-Spiegel von 1356.3 pg/ml auf 26.12 pg/ml reduziert werden konnten.
Da sich der Patient ab dem 5. Tag trotz anhaltendem Organsupport klinisch verschlechterte, ziehen die Autoren eine immunsuppressive Wirkung in Betracht und äußern ihre Bedenken, dass CytoSorb daran beteiligt sein könnte.
Die Autoren konstatieren, dass zur Klärung dieser Vermutung randomisierte, kontrollierte Studien notwendig sind, um das Nutzen-Risiko-Verhältnis von Hämoadsorption bei schweren septischen Patienten zu prüfen.

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25983446

Zoller M, Döbbeler G, Maier B, Vogeser M, Frey L, Zander J
J Antimicrob Chemother. 2015 Jul;70(7):2169-71
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen Patienten, der mit überschießender Entzündungsreaktion, septischem Schock und Multiorganversagen auf Intensivstation eingeliefert wurde. Eine initiale Laparotomie ergab einen ischämischen Darm mit resultierender Peritonitis, was eine sofortige Jejunum- und Dickdarmteilresektion und Ileotransversostomie notwendig machte. Die antibiotische Behandlung (intravenös, mit kurzen Infusionszeiten von15-60 min) mit Meropenem erfolgte sofort, die Gabe von Linezolid dann 5 Stunden nach der Aufnahme auf ITS. Aufgrund des anhaltenden Zytokinsturms wurden über die nachfolgenden 96 Stunden insgesamt 4 Behandlungen mit CytoSorb durchgeführt. Die Therapie einschließlich chirurgischer Fokussanierung, Antibiotikagabe und CytoSorb-Hämoadsorption resultierte in einer deutlichen Verbesserung des Patientenzustands einschließlich der Verbesserung von Nieren- und Leberfunktion sowie des kardiopulmonalen Status. Nach 4 Wochen und sieben weiteren Laparotomien verstarb der Patient dennoch an Multiorganversagen. Die Therapie mit CytoSorb bei diesem Patienten erwies sich als effektiv (Senkung von IL-6 von 563.000 pg/ml an Tag 1 bis auf 19.400 pg/ml an Tag 4) und sicher (Plasmakonzentrationen von Meropenem und Linezolid deutlich über dem unteren therapeutischen Bereich). Dennoch zeigte sich eine hohe intra-individuelle Variabilität der Antibiotikaspiegel für beide Antibiotika. Dies äußerte sich in signifikant niedrigeren Peak-Plasmakonzentrationen bei Antibiotikagabe während CytoSorb Behandlung, was auf eine potentielle Adsorption hindeutet, wobei die hohe Variabilität auch ein Effekt der schweren Erkrankung selbst sein kann. Dies ist der erste publizierte Fallbericht, der eine pharmakokinetische Überwachung von Linezolid und Meropenem in vivo während der Behandlung mit CytoSorb beschreibt. Bei Anwendung des beschriebenen Regimes zur Verabreichung von Linezolid und Meropenem konnten keine negativen Auswirkungen auf die Wirksamkeit der Antibiotika-Therapie unter CytoSorb nachgewiesen werden. Die Autoren empfehlen, ein therapeutisches Drug-Monitoring wo immer möglich durchzuführen und alternativ hohe Initialdosen oder kürzere Applikationsintervalle zu wählen, um adäquate Antibiotikaspiegel zu erreichen. Dennoch sind weitere Studien erforderlich, um die Effekte der CytoSorb Therapie auf Antibiotika Konzentrationen zu bestimmen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25786479

Sathe P, Sakhavalkar P, Kumar S, Choudhary S
Critical Care 2015, 19(Suppl 1): P130
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Kurzzusammenfassung:
In dieser retrospektiven Fallserie in 19 Intensivpatienten die mit Standardtherapie plus CytoSorb behandelt wurden, sollte die klinische Sicherheit analysiert und die Auswahl einer Subgruppe von Patienten, die am meisten von einer CytoSorb Therapie profitiert, die Auswahl eines geeigneten Zeitpunkts und selektive Marker zum Therapiebeginn sowie die Anzahl der erforderlichen CytoSorb Adsorber pro Patient identifiziert werden. Alle Patienten wiesen eine hohe prognostizierte Mortalität auf (APACHE II >17, SOFA >11). Vier der 19 Patienten profitierten besonders vom Einsatz von CytoSorb und überlebten. Nennenswert ist, dass drei der vier Überlebenden zu einem frühen Zeitpunkt behandelt wurden (<24 Stunden nach Einweisung). Die APACHE Werte sanken >5 Punkte in fünf Patienten nach einmaligem Einsatz der CytoSorb Therapie. Von den Patienten, die verstarben, erhielt die Mehrzahl (n=11) nur eine CytoSorb Behandlung und sieben von diesen Patienten wurden spät (>24 Stunden) behandelt. Ein früherer Therapiebeginn (<24 Stunden) hätte laut Autoren zu einem besseren Ergebnis geführt. Trotzdem sind in Zukunft gut konzipierte Studien erforderlich, um die Rolle von CytoSorb in Patienten mit Multiorganversagen/septischem Schock zu klären.
http://ccforum.com/content/19/S1/P130

Morris C, Gray L, Giovannelli M
Journal of Intensive Care Society 0(0)
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Kurzzusammenfassung:
In diesem Artikel beschreiben die Autoren die Verwendung von CytoSorb in 2 Fallstudien von Patienten im septischen Schock infolge einer Pneumonie. Die Autoren diskutieren die bisherige Erfahrung und klinische Evidenzlange zur Verwendung von CytoSorb in der klinischen Praxis und konstatieren, dass sich die Cytosorb Hämoadsorption zwar mechanistisch von anderen extrakorporalen Therapien in der Sepsistherapie unterscheidet und effektiv bei der Elimination inflammatorischer Zytokine bei Sepsis zu sein scheint, es jedoch im Bereich der zugrundeliegenden Wirkmechanismen und klarer klinischer Vorteile nach wie vor zu wenig Datenlage existiert. Darüber hinaus machen die Autoren Vorschläge für zukünftige Forschungsansätze und wie Cytosorb in die Praxis integriert werden kann.
http://inc.sagepub.com/content/early/2015/03/10/1751143715574855.full.pdf

Bruenger F, Kizner L, Weile J, Morshuis M, Gummert JF
Int J Artif Organs. 2015 Mar 6;38(2):113-6

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 39-jährigen Patienten mit fulminantem ARDS und kardiogenem septischen Schock. Nach Implantation eines veno- arteriellen ECMO zur Kreislaufunterstützung entwickelte der Patient ein akutes Nierenversagen, was die Initiierung einer CVVH notwendig machte. Aufgrund eines vollständigen Herzstillstandes in beiden Ventrikeln, wurden trotz manifester septischer Bedingungen ein Linksherzunterstützungssystem (LVAD) in Kombination mit einem rechts-ECMO (rECMO) implantiert. Im postoperativen Verlauf verschlechterte sich sein Zustand drastisch und ein CytoSorb Adsorber wurde daher in den CVVH Kreislauf installiert. Dies resultierte in einer Abnahme von IL-6, Procalcitonin und C-reaktivem Protein einhergehend mit gleichzeitig deutlich reduziertem Vasopressorenbedarf. Keinerlei gerätebezogene Nebenwirkungen wurden während oder nach den Behandlungen dokumentiert. Dies ist der erste klinische Fallbericht eines hoch septischen Patienten, der mit einem kombinierten Einsatz von LVAD, rECMO, CVVH und CytoSorb behandelt wurde. Die Kombination war technisch praktikabel und hatte einen hohen Wert für den Patienten. Diese Kombination könnte einen aussichtsreichen Ansatz bei der Behandlung von Patienten mit Multiorganversagen darstellen, bei denen der gleichzeitige Einsatz von mehreren organunterstützenden Systemen indiziert ist.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25656010

Wiegele M, Krenn CG. ASAIO J. 2015 Jan 29
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 44-jährigen Mann, der sich mit anhaltendem Fieber und beeinträchtigtem Allgemeinzustand im Krankenhaus vorstellte. Eine Aggravierung hin zur Ateminsuffizienz führte schließlich zu einer Aufnahme auf Intensivstation mit sofort initiierter Intubation und Beatmung. Röntgen-Thorax und Computertomographie bestätigten die klinische Diagnose eines ARDS während die mikrobielle Analyse zudem eine Infektion mit Legionella pneumophila ergab. Trotz Antibiotikagabe verschlechterten sich Leber- und Nierenwerte mit Trend zum Multiorganversagen. Aufgrund eines steten Anstiegs der Plasmalevels von Kreatinkinase und Myoglobin einhergehend mit einer stark verringerten Urinausscheidung wurde die Behandlung mit CytosorbTM (Stand-alone- Hämoperfusion-Modus) am Tag 6 nach der Aufnahme begonnen. Innerhalb von 8 Stunden, verringerten sich die Myoglobinwerte von 18.390 auf 10.020 ng/ml und in einer zweiten Session von 13.400 auf 8359 ng/ml. Der Zustand des Patienten verbesserte sich im weiteren Verlauf zusehends. Die Nierenfunktion erholte sich vollständig. Es wurden keine gerätebezogenen Nebenwirkungen der Therapie in diesem Patienten beobachtet. Dieser Fallbericht ist die erste klinische Bestätigung, dass CytoSorb in der Lage ist, Myoglobin-Plasmalevels effektiv zu senken.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25635933

Frimmel S, Schipper J, Henschel J, Yu TT, Mitzner SR, Koball S.
Liver Transpl. 2014 Dec;20(12):1523-4

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über eine immunkompetente 50-jährige Frau, die aufgrund einer akuten Hepatitis mit assoziiertem akuten Leberversagen ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach Verlegung auf die Intensivstation entwickelte die Patientin rasch ein Multiorganversagen und wurde sofort für eine Not-Lebertransplantation gelistet. Da bestehende Leberunterstützungs- verfahren (MARS-Behandlung) zur Überbrückung während der Wartezeit auf die Lebertransplantation keinen Effekt zeigten, wurde eine Kombination aus SPAD und CytoSorb angewendet, was in einer deutlichen Reduktion von IL-6, Bilirubin sowie einer drastischen Reduktion des Vasopressorbedarfs resultierte. Die Lebertransplantation konnte am 4. Tag erfolgreich durchgeführt werden. Die CytoSorb Behandlung erwies sich als sicher, gut verträglich und ohne jedwede Nebenwirkungen. CytoSorb bietet somit einen neuen und vielversprechenden Ansatz für Patienten mit Leberversagen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25233991

Basu R, Pathak S, Goyal J, Chaudhry R, Goel RB, Barwal A
Indian J Crit Care Med 2014;18:822-4

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über eine 36-jährige Frau im septischen Schock (Urosepsis) mit assoziiertem Multiorgandysfunktion (ARDS, AKI, arterielle Hypotonie) und schlechtem Perfusionstatus. SOFA-Score war 15, MODS Score 10 und APACHE II Score 30. Die Patientin erhielt drei aufeinander- folgende Behandlungen mit CytoSorb in Kombination mit CRRT über drei Tage. Bereits kurz nach Beginn der Behandlung verbesserte sich die Patientin hämodynamisch. Im weiteren Verlauf kam es zu einer Verbesserung der Nierenausscheidungs- und Beatmungsparameter. SOFA-Score am Ende
der Behandlung war 4, MODS bei 5 und APACHE II Score bei 7. Es gab keine Nebenwirkungen und Laborparameter vor und nach der CytoSorb-Therapie waren im Normbereich. Die Autoren schließen daraus, dass die CytoSorb Therapie bei Patienten im septischen Schock mit Multiorganversagen als Rescue-Therapie fungieren könnte.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25538418

Tomescu D, Dima SO, Tănăsescu S, Tănase CP, Năstase A , Popescu M
Romanian Journal of Anaesthesia and Intensive Care 2014;21(2):134-138

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 50 Jahre alten Mann mit postoperativem septischen Schock nach Pankreasektomie aufgrund eines zystischen Pankreastumors. Zwei aufeinander folgende Behandlungen mit CytoSorb in Kombination mit CVVH wurden über einen Zeitraum von 64 Stunden (24 Stunden) durchgeführt. Die CytoSorb Behandlung ging mit einer Re- Balancierung der Zytokinspiegel einher, was sich klinisch in einer Verbessung der Hämodynamik, stabilem HZV und einer Normalisierung des systemischen Gefäßwiderstandsindex mit verringerten Vasopressor-Dosen äußerte. Die Technologie war einfach anzuwenden, konnte ohne Probleme auf üblichen CVVH Maschinen eingesetzt werden und zeigte keinerlei Nebenwirkungen. Der Zeitpunkt des Einsatzes von Cytosorb, ob früh (nach Beginn des SIRS) oder spät (nach Beginn der Organdysfunktion), muss in weiteren Studien evaluiert werden.
http://www.jurnalul-anestezie.ro/2014/2/11.pdf

Born F, Pichlmaier M, Peterß S, Khaladj N, Hagl C
Kardiotechnik 2/2014

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Kurzzusammenfassung:
In dieser retrospektiven Observationsstudie an 40 Patienten, die sich einem großen herzchirurgischen Eingriff unter Anwendung einer Herz-Lungen- Maschine (HLM) unterzogen (n=20 mit HLM, n=20 mit HLM und zusätzlich in den HLM Kreislauf integriertem CytoSorb-Adsorber), wurde die Hypothese getestet, inwiefern eine intraoperative Behandlung mit CytoSorb einen positiven Effekt auf ein sich bei diesen Patienten für gewöhnlich post-operativ entwickelndes SIRS hat. Die Ergebnisse zeigen, dass CytoSorb in diesen Patienten zu einer signifikanten Reduktion des post-operativen SIRS beiträgt. Die Studie unterstreicht zudem die Zuverlässigkeit und Sicherheit von CytoSorb auch im Setting der Kardiochirurgie.
http://www.dgfkt.de/content/kardiotechnikoriginalausgaben/214/Born.pdf

Hetz H, Berger R, Recknagel P, Steltzer H.
Int J Artif Organs. 2014 May;37(5):422-6

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Kurzzusammenfassung:
In dieser Fallstudie wird über eine 60-jährigen Patientin berichtet, die aufgrund einer Unterarmfraktur ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Nach Versorgung der Wunde mit einer Osteosynthese entwickelte die Patientin eine Wundinfektion die in einer nekrotisierenden Fasciitis mit nachgewiesener Streptokokkeninfektion (β-hämolytisch) kulminierte. Im weiteren Verlauf entwickelte die Patientin einen septischen Schock mit ausgeprägtem MODS. Die Patientin wurde infolge dessen mit Hilfe der CytoSorb-Therapy über insgesamt 4 Tage behandelt, was in einer signifikanten Reduktion von IL-6 und einer generellen Verbesserung des Gesundheitszustandes resultierte. In dem vorliegenden Fall stellte sich CytoSorb als eine interessante und sichere extrakorporale Therapie heraus, um septische Patienten zu stabilisieren oder um die Zeit bis zu einer bevorstehenden kurativen Operation zu überbrücken.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24811308

Gruber A, Firlinger F, Lenz K, Clodi M
Infection (2013) 41 (Suppl 1):S1–S90; Abstract No. 056

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Kurzzusammenfassung:
In diesem Fallbericht konnte ein 37-jähriger Patient mit alkoholischer Leberzirrhose im septischen Schock mit Multiorganversagen aufgrund einer bilateralen Pneumonie (Staphylococcus aureus) erfolgreich mit CytoSorb behandelt werden. Die Autoren beobachteten in Folge der Behandlung eine sofortige Stabilisierung der Hämodynamik sowie eine signifikante Verbesserung von Lungen- und Nierenfunktion.

Bracht H, Schneider EM, Weiß M, Hohmann H, Georgieff M, Barth E
Infection (2013) 41 (Suppl 1):S1–S90; Abstract No. 133
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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über eine 46-jährige Frau im hypodynamischen septischen Schock und dokumentierter Candida-Infektion. CRRT wurde in Kombination mit der CytoSorb Therapie initiiert. Bereits nach 24 h CytoSorb Therapie konnten sämtliche Vasopressoren und Inotropika abgesetzt werden. Diverse inflammatorische Mediatoren (u.a. IL-6, 8, 10) konnten im Verlauf der Therapie signifikant gesenkt werden. Zudem fanden die Autoren eine nahezu vollständige Wiederherstellung wichtiger immunologischer Parameter wie HLA-DR.

Mitzner SR, Gloger M, Henschel J, Koball S
Blood Purif. 2013;35(4):314-5.

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Kurzzusammenfassung:
Diese Fallstudie berichtet über einen 80 jährigen Mann mit Diagnose ‚pneumogener septischer Schock‘. Der Patient wurde mit Nierenersatztherapie (CVVHD) in Kombination mit einer CytoSorb-Hämoperfusion über 24 Stunden therapiert. Plasmakonzentration von IL-6 und anderen Entzündungsmarkern sowie der Bedarf für Vasopressoren konnten im Verlauf der Behandlung drastisch reduziert werden. Die Behandlung war sicher und wurde gut toleriert.
http://www.karger.com/Article/Abstract/351206

Schädler D, Porzelius C, Jörres A, Marx G, Meier-Hellmann A, Putensen C, Quintel M, Spies C, Engel C, Weiler N, Kuhlmann M
Critical Care 2013, 17(Suppl 2):P62 (19 March 2013)

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Kurzzusammenfassung:
In dieser ersten randomisierten kontrollierten klinischen Studie testen die Autoren die Hypothese, ob die Behandlung mit CytoSorb Zytokine in septischen Patienten mit akutem Lungenversagen sicher und effektiv senken kann. Die Behandlung erwies sich in Folge als sicher und es konnten die Blutkonzentrationen zahlreicher Zytokine gesenkt werden.
http://www.intensive.org/admin/upload/abstract/1079190535/P/P062.pdf

Kellum JA, Venkataraman R, Powner D, Elder M, Hergenroeder G, Carter M Crit Care Med. 2008 Jan;36(1):268-72
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Kurzzusammenfassung:
Nach Eintritt des Hirntodes treten erhöhte Konzentrationen von Zytokinen im Blut und in den Geweben auf. Diese erhöhten Zytokinlevels sind assoziiert mit der Dysfunktion von Spenderorganen vor sowie nach einer Transplantation. Deshalb soll in dieser in vivo Studie die Verwendbarkeit von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) zur Entfernung von Zytokinen bei hirntoten Patienten untersucht werden (n=8).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18090355

Prä-klinische Studien

Gruda et al.
Critical Care 2016, Suppl

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Kurzzusammenfassung:
In dieser in vitro Studie (1-Kompartiment Rezirkulationssystem) wurde untersucht, inwieweit das cytoSorb Polymer in der Lage ist, eine breite Palette von Inflammations-relevanten Pathogen-assziierten molekularen Mustern (PAMPS), Zellschaden-assziierten molekularen Mustern (DAMPS) sowie diverser Zytokine aus Vollblut zu entfernen.
Die Hämoperfusion von Vollblut durch das CytoSorb Polymer über einen Zeitraum von 5 Stunden resultierte in einer substanziellen Reduktion eines breiten Spektrums von DAMPS, PAMPS und Zytokinen (S100A8, Komplement C5a, Procalcitonin, HMGB-1, MIP1-α, IL-6, IFN-Ɣ, TNF-α, Staph enterotoxin TSST-1 und Aflatoxin B1). In der Kontrolle wurden über 5 Stunden Behandlung weniger als 20% der Inflammations-assoziierten Proteine entfernt. Diese Studie demonstriert, dass das CytoSorb Polymer in der Lage ist, ein breites Spektrum an Inflammations-relevanten Substanzen wie DAMPS und PAMPS aus Vollblut zu entfernen und damit Hand in Hand mit der Entfernung von Zytokinen die unkontrollierte inflammatorische Reaktion im Rahmen eines SIRS mit (Multi)Organsversagen und Tod kritisch kranker Patienten zu verhindern vermag. Jedoch sind weitere Studien nötig, um den tatsächlichen klinisch Nutzen dieser Ergebnisse zu evaluieren.


Faenza S, Ricci D, Mancini E, Gemelli C, Cuoghi A, Magnani S, Atti M
Critical Care 2016, Suppl

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Kurzzusammenfassung:
DIn dieser vitro Studie mit Fokus auf Bilirubinentfernung wurde die Adsorptionskapazität von CytoSorb sowie die Fähigkeit zur Entfernung von proteingebundenen Substanzen untersucht.
Die Studie zeigt, dass CytoSorb in der Lage ist, Bilirubin bei gleichzeitig vernachlässigbarem Albuminverlust effektiv zu entfernen, CytoSorb ist außerdem in der Lage, den Albumin-Bilirubin Komplex aufzubrechen und Bilirubin irreversibel zu binden. Cytosorb könnte eine einfache und valide Methode bei Organdysfunktionen darstellen, ohne die Notwendigkeit für eine Plasmaseparation. In vivo Studien sind im Gange um diese in vitro Daten zu bestätigen

Linden K, Scaravilli V, Kreyer SF, Belenkiy SM, Stewart IJ, Chung KK, Cancio LC, Batchinsky AI.
Shock. 2015 Sep 8.
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Kurzzusammenfassung:
Diese in vivo Studie in einem Schweinemodell mit kombinierter schwerer Rauchvergiftung und Brandverletzung hatte zum Ziel, die Umsetzbarkeit sowie die technische Sicherheit und Wirksamkeit einer Cytokin- und Myoglobinentfernung durch den frühen Einsatz der CytoSorb Technologie zu untersuchen. Weiblich Yorkshire Schweine (n = 15) wurden hierfür durch Rauchvergiftung und großflächige Verbrennungen (40% Körperoberfläche) verletzt und 72 Stunden bzw. bis zum Eintritt des Todes beobachtet. Die Tiere wurden randomisiert in die Gruppen CytoSorb (n = 9) oder Scheinbehandlung (n = 6) eingeteilt und insgesamt 3 Sessions mit der Dauer von jeweils 6 Stunden an 3 aufeinanderfolgenden Tagen unterzogen. Serum Cytokinlevels (IL-1b, IL-6, IL-8, IL-10, TNF-alpha) und Myoglobin-Werte wurden systemisch, lokal in der bronchoalveolären Lavage sowie im zirkulierenden Blut vor und nach dem CytoSorb Adsorber gemessen. Vor allem im ersten Durchlauf wurde eine signifikante Entfernung der gemessenen Cytokine IL-1b, IL-6 und IL-10 sowie von Myoglobin über das Gerät registriert, während systemische Cytokin- und Myoglobin-Serumkonzentration sich nicht änderten.
Die Autoren folgern, dass weitere Untersuchungen erforderlich sind, um die Effizienz der Mediator Elimination zu optimieren, um sowohl die systemischen Spiegel zu beeinflussen als auch klinisch relevante Ergebnisse zu erzielen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26368927

Peng ZY, Bishop JV, Wen XY, Elder MM, Zhou F, Chuasuwan A, Carter MJ, Devlin JE, Kaynar AM, Singbartl K, Pike F, Parker RS, Clermont G, Federspiel WJ, Kellum JA.
Crit Care. 2014 Jul 3;18(4):R141

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Kurzzusammenfassung:
In dieser in vivo-Studie in einem Rattenmodell mit polymikrobieller abdominaler Sepsis gehen die Autoren der Frage nach, inwieweit durch die Entfernung von Chemokinen aus dem Plasma die Chemokin-Gradienten verändert werden und ob dadurch die Leukozyten-Lokalisierung in das infizierte Kompartiment und weg von gesundem Gewebe erhöht wird.
Die Ergebnisse der Studie demonstrieren sehr schön die Fähigkeit von CytoSorb das LeukozytenTrafficking durch die Etablierung von Chemokin- Gradienten wirksam zu beeinflussen und dadurch die Leukozyten-Infiltration in gesunde, periphere Organen zu reduzieren.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24992991

Vocelka CR, Jones KM, Mikhova KM, Ebisu RM, Shar A, Kellum JA, Verrier ED, Rabkin DG.
J Extra Corpor Technol. 2013 Dec;45(4):220-7.

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vivo Studie untersucht den Effekt von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) auf die ventrikuläre Funktion, Zytokinlevels (TNF, IL-6), Hämodynamik und auf die Funktion anderer Organsysteme an Schweinen, die an einen kardiopulmonalen Bypass angeschlossen sind.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/24649569

Rimmele T, Kaynar AM, McLaughlin JN, Bishop J, Fedorchak M, Chuasuwan A, Peng Z, Singbartl K, Frederick DR, Zhu L, Carter M, Federspiel WJ, Zeevi A, Kellum JA.
Crit Care. 2013 Mar 26;17(2):R59

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Kurzzusammenfassung:
In dieser ex vivo Studie an humanem Vollblut wird die Hypothese getestet, ob die Adsorption von Leukozyten zu einer Modulation inflammatorischer Zytokine und der Immunzellfunktion führt. Dafür wurden eigens vier miniaturisierte extrakorporale Blutreinigungs-Vorrichtungen (einschließlich zwei Mini-CytoSorb Kartuschen mit Beads in zwei verschiedenen Größen) konzipiert, die nicht nur Entzündungsmediatoren, sondern auch aktivierte Leukozyten (vorwiegend neutrophile Granulozyten und Monozyten) adsorbieren können, und die Auswirkungen dieser Therapie auf die Entzündung und auf Funktionen des Immunsystems untersucht.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23531333

Mikhova KM, Don CW, Laflamme M, Kellum JA, Mulligan MS, Verrier ED, Rabkin DG J Thorac Cardiovasc Surg. 2013 Jan;145(1):215-24
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Kurzzusammenfassung:
Die Studie untersucht in vivo an hirntoten Schweinen den Effekt von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) auf die Zytokinlevels (TNF, IL-6), die Zellschädigung (v.a. Leber und Niere) sowie die Herzfunktion (HZV, ventrikuläre Funktion).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23127374

Namas RA, Namas R, Lagoa C, Barclay D, Mi Q, Zamora R, Peng Z, Wen X, Fedorchak MV, Valenti IE, Federspiel WJ, Kellum JA, Vodovotz Y
Mol Med. 2012 Dec 20;18:1366-74

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vivo Studie an einem Rattenmodell mit bakteriell-induzierter Peritonitis untersucht, ob Hämoadsorption (mittels CytoSorb) die Entzündungsantwort (gemessen anhand von 14 verschiedenen Zytokinen, Bakterienzahl in der peritonealen Flüssigkeit) eindämmen bzw. sogar re- programmieren kann. Die Untersuchung dieser Fragestellungen wird zusätzlich mit bioinformatischen Verfahren modelliert und im Zusammenhang mit den in vivo erfassten Ergebnissen diskutiert und interpretiert.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22751621

Peng ZY, Wang HZ, Carter MJ, Dileo MV, Bishop JV, Zhou FH, Wen XY, Rimmelé T, Singbartl K, Federspiel WJ, Clermont G, Kellum JA
Kidney Int. 2012 Feb;81(4):363-9

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vivo-Studie in einer subakuten Rattenmodell der intraabdominellen Sepsis (Caecumligatur und Punktion) untersucht den Effekt von Hämoadsorption (mit CytoSorb®), wobei die Therapie ihre positive Wirkung nicht durch eine direkte Reduzierung des Zytokin-Plasmakonzentrationen ausübt. Die Zytokinspiegel in diesem Modell sind gering, was in einer verminderten Reduktion der ohnehin niedrigen Zytokinlevels durch CytoSorb® resultiert (konzentrationsabhängige Technologie). Dennoch ist das 7-Tage Überleben in der Behandlungsgruppe signifikant verbessert, einhergehend mit einer weniger ausgeprägten latenten Organschädigungen. Analysiert werden die Zytokinentfernung (TNF, IL-1β, IL-6 und IL-10), Organschäden / Dysfunktionen (HMGB1, ALT und Kreatinin), Neubildung von Zytokinen (über NFkB-Bindung in Neutrophilen) und das 7-Tage-Überleben. Zudem wird der Effekt einer Transfusion (Blutaustausch zwischen CytoSorb-behandelten Ratten und „scheinbehandelten“-Ratte) direkt nach der CytoSorb Behandlung auf die IL-6 Levels und das 7-Tage Überleben untersucht.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21918497

Kimmel JD, Harbert EM, Parker RS, Federspiel WJ.
J Chromatogr A. 2011 Nov 4;1218(44):8013-20

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Kurzzusammenfassung:
In dieser in vitro durchgeführten Studie untersuchen die Autoren, ob eine kompetitive Adsorption von Serum Proteinen die Entfernungskinetik von Zytokinen (repräsentativ IL-6) in den CytoSorb Beads beeinflusst. Die Autoren können zeigen, dass es bei physiologischen Zytokinkonzentrationen ( http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21962329

Kimmel JD, Lacko CS, Delude RL, Federspiel WJ.
J Biomed Mater Res B Appl Biomater. 2011 Jul;98(1):47-53.
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Kurzzusammenfassung:
In dieser Arbeit wird in vitro untersucht, wie sich die Entfernungsdynamik von TNF durch eine Aufspaltung seiner oligomeren Struktur verändert. Die Autoren können zeigen, dass eine Dissoziation von TNF in seine monomeren Untereinheiten signifikant verbesserte Entfernungsraten bewirkt und schlagen daher die Strategie einer lokalen, oberflächennahen De-Oligomerisierung vor.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21504054

DiLeo MV, Fisher JD, Burton BM, Federspiel WJ.
J Biomed Mater Res B Appl Biomater. 2011 Jan;96(1):127-33

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Kurzzusammenfassung:
In dieser in vitro Studie testen die Autoren diverse Möglichkeiten, die TNF- Entfernungsraten durch eine zusätzliche Ausstattung der CytoSorb Beads mit Antikörpern gegen TNF, zu verbessern.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21086427

Kimmel JD, Gibson GA, Watkins SC, Kellum JA, Federspiel WJ
J Biomed Mater Res B Appl Biomater. 2010 Feb;92(2):390-6

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Kurzzusammenfassung:
In dieser rein in vitro durchgeführten Studie wird mittels Laser-Scanning Mikroskopie untersucht, an welchen Stellen und mit welcher Adsorptions- Dynamik IL-6 an die CytoSorb-Polymer-Beads bindet.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19904819

Isabella Elfriede Valenti Master Thesis, 2010
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Kurzzusammenfassung:
Ziel der vorliegenden rein experimentellen in vitro Studie ist es im Wesentlichen, dass CytoSorb Polymer hinsichtlich seiner Adsorptionseigenschaften von Zytokinen in verschiedenen Medien mit aufsteigender Komplexität bis hin zu Vollblut (Puffer, Serum, Vollblut) zu charakterisieren.
http://d-scholarship.pitt.edu/8528/1/Valenti_MS_2010.pdf

DiLeo MV, Fisher JD, Federspiel WJ.
Ann Biomed Eng. 2009 Nov;37(11):2310-6

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vitro Studie untersucht, ob ein mathematisches Modell experimentell die Entfernungskinetik von Zytokinen durch CytoSorb auch nach Änderung von spezifischen Parametern wie initiale Zytokinkonzentration, Perfusionsrate, Größe der Kartusche und Beads, verlässlich vorhersagen kann.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19680812

DiLeo MV, Kellum JA, Federspiel WJ
Ann Biomed Eng. 2009 Jan;37(1):222-9. Epub 2008 Oct 24

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Kurzzusammenfassung:
In dieser Arbeit wird ein bio-mathematisches Modell (in silico) vorgestellt, mit dem man die Adsortions/Entfernungs-Dynamiken verschiedener Zytokine (TNF, IL-6, IL-10) durch die CytoSorb-Kartusche berechnen kann. Die Entfernung eines Zytokins aus dem Blut hängt laut Autoren nur von einem Zytokine-Polymer-spezifischen Parameter (Γi) ab. Die für jedes Zytokin theoretisch berechneten Entfernungs-Dynamiken korrelierten dabei sehr gut mit experimentell erhobenen Daten einer in vivo durchgeführten Referenzstudie (Ratten mit Endotoxinämie).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18949559

Kuntsevich VI, Feinfeld DA, Audia PF, Young W, Capponi V, Markella M and Winchester JF
Artificial Cells, Blood Substitutes, and Biotechnology. 2009;37:45-47

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Kurzzusammenfassung:
Rhabdomyolyse (Zerfall von Muskelgewebe aufgrund diverser Ursachen wie Quetschung, Infektion, Medikamente usw.) kann ein akutes Nierenversagen verursachen, indem große Mengen des muskulären Proteins Myoglobin freigesetzt werden, dass seinerseits in den Nierentubuli akkumulieren und diese verstopfen kann.
Ziel dieser in vitro Studie ist die Aufklärung der Frage, ob Hämoadsorption (mittels CytoSorb) das Potenzial zur effektiven Senkung des Myoglobinspiegels hat (Myoglobin gelöst in 1. normaler Kochsalzlösung sowie 2. im Serum von drei Spendern).
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19132637

Peng ZY, Carter MJ, Kellum JA
Crit Care Med. 2008 May;36(5):1573-7

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Kurzzusammenfassung:
Die Studie untersucht in vivo in einem Rattenmodell mit intraabdomineller „echter“ Sepsis (Caecumligatur und Punktion) den Effekt von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) auf die Zytokin-Adsorption von TNFα, IL-1β, IL-6 und IL-10, den mittleren arteriellen Blutdruck (MAP) und das Kurzzeit-Überleben.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18434884

Kellum JA, Song M, Venkataraman R
Crit Care Med. 2004 Mar;32(3):801-5

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vivo Studie in einem letalen Endotoxinämie Rattenmodell (im “septischen” Schock) untersucht den Effekt von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) auf die Zytokin-Adsorption, die Inflammation und das Kurzzeit- Überleben.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15090965

Venkataraman R, Song M, Lynas R, Kellum JA
Blood Purif. 2004;22(1):143-9

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Kurzzusammenfassung:
Diese Arbeit diskutiert in einer Art Übersichtsartikel den Nutzen von Hämoadsorption (mittels CytoSorb) zum Erhalt der Funktion von Spenderorganen (Leber, Niere, Herz) bei hirntoten Patienten.
In einem ‚Proof-of-concept‘ in vitro Versuch wird getestet, ob es zu einer Spiegelsenkung des durch geschädigte Hirnzellen sezernierten Proteins S100B (Zytokin-ähnliche Eigenschaften) kommt.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14732823

Song M, Winchester J, Albright RL, Capponi VJ, Choquette MD, Kellum JA Blood Purif. 2004;22(5):428-34.
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Kurzzusammenfassung:
Diese Studie charakterisiert das CytoSorb-Polymer hinsichtlich seiner Fähigkeit zur Zytokinentfernung aus dem Plasma von 50 mit LPS stimulierten Ratten durch Messung der Adsorptionskinetiken von TNF alpha, Interleukin-10 und Interleukin-6 unter einer Vielzahl von Bedingungen. Die Autoren können zeigen, dass alle drei Zytokine rasch aus dem Blut entfernt werden und nach einer Stunde Behandlung weniger als 50% der anfänglichen Konzentrationen im Plasma verbleiben, was die hohe Effizienz des Verfahrens unterstreicht. Außerdem kann gezeigt werden, dass die Bindung der Substanzen durch eine Vielzahl von physikalischen Bedingungen relativ unbeeinflusst bleibt.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15316198

Winchester JF, Silberzweig J, Ronco C, Kuntsevich V, Levine D, Parker T, Kellum JA, Salsberg JA, Quartararo P, Levin NW
Blood Purif. 2004;22(1):73-7

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Kurzzusammenfassung:
Diese Arbeit diskutiert in einer Art Übersichtsartikel, jedoch inkl. experimenteller Daten s.u., den Einsatz von Hämoadsorption bei akutem Nierenversagen und terminaler Niereninsuffizienz (beide haben inflammatorische Komponente) zur Senkung von Zytokin- und Mittelmolekülspiegeln.
Auf CytoSorb wird ausführlich eingegangen. Es werden in vivo Daten vorgestellt, die den Einsatz von CytoSorb bzw. CytoSorb+konventionelle High- flux Dialyse bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz zeigen. Dabei zeigt sich, dass die Entfernung von ß2 –Microglobulin, Angiogenin, Leptin, IL-18 mit einer kombinierten Therapie (CytoSorb+konventionelle High-flux Dialyse) wesentlich effektiver ist. Levels von Leukozyten, Plättchen und Albumin waren kaum beeinflusst
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/14732814

Winchester JF, Kellum JA, Ronco C, Brady JA, Quartararo PJ, Salsberg JA, Levin NW
Blood Purif. 2003;21(1):79-84

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Kurzzusammenfassung:
Diese Arbeit diskutiert in einer Art Übersichtsartikel, jedoch inkl. experimenteller Daten s.u., den Einsatz von Hämoadsorption bei akutem Nierenversagen und systemischen Inflammationszuständen zur Senkung von Zytokin- und Mittelmolekülspiegeln.
Auf CytoSorb wird ausführlich im Rahmen von in vivo Versuchen mit septischen Ratten (Endotoxinmodell, CLP-Modell, „Kellum-Versuche“) eingegangen und die bekannten Vorteile (Senkung Zytokinspiegel, Verbesserung Hämodynamik, Verbesserung Überlebenszeit etc.) aufgeführt.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12566666

Reiter K, Bordoni V, Dall’Olio G, Ricatti MG, Soli M, Ruperti S, Soffiati G, Galloni E, D’Intini V, Bellomo R, Ronco C
Blood Purif. 2002;20(4):380-8

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Kurzzusammenfassung:
Diese in vitro durchgeführte Studie untersucht die Fähigkeit von CytoSorb, auch therapeutisch eingesetzte Medikamente (vor allem aus intensiv- medizinischem Bereich) mittleren Molekulargewichts aus urämischem Vollblut zu entfernen. Des Weiteren wird auf die sehr gute Biokompatibilität von CytoSorb eingegangen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12169849

Hintergrund & Übersichtsarbeiten


Forni LG, Ricci Z, Ronco C.
Semin Nephrol. 2015 Jan;35(1):55-63.

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Kurzzusammenfassung:
Dieser Review gibt einen Überblick über die Verwendung von extrakorporalen Therapien bei der Behandlung von Sepsis und im Rahmen des Sepsisassoziierten akuten Nierenversagens. Einbezogen werden die klassischen Aspekte der extrakorporalen Nierenersatztherapie einschließlich Indikationen, Timing und Behandlungsregime, aber auch die verschiedenen Techniken, die derzeit verwendet werden, um eine Immun-Homöostase zu erzielen. Die Autoren diskutieren die bisherige Evidenz und schlagen Möglichkeiten für die zukünftige Behandlung dieser Art von Patienten vor. In diesem Zusammenhang wird die CytoSorb Therapie als eine der vielversprechendsten Ansätze benannt. Zum einen aufgrund der verbesserten Biokompatibilität und der damit verbunden Möglichkeit zur Vollblut-Perfusion, des Weiteren aufgrund der Effizienz bei der Entfernung von Entzündungsmediatoren, was sowohl in Tierstudien als auch in klinischen Fallberichten gezeigt werden konnte sowie aufgrund der positiven Effekte auf Chemokin-Gradienten, welche zu einer gezielten Neuausrichtung von Leukozyten in Richtung infiziertes Gewebe und weg von gesunden Organen führen kann.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25795499

Zhou F, Peng Z, Murugan R, Kellum JA
Crit Care Med. 2013 Sep;41(9):2209-20.

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Kurzzusammenfassung:
Dieser systematische Review untersucht den Zusammenhang zwischen verschiedenen Blutreinigungs-Techniken einschließlich Hämofiltration, Hämoperfusion, Plasma-Austausch sowie Hämodialyse und der Mortalität bei Patienten mit Sepsis. Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist, dass die Anwendung der o.g. Techniken mit einer geringeren Mortalität bei septischen Patienten assoziiert war. Diese Ergebnisse wurden maßgeblich durch die Modi Hämoperfusion und Plasma-Austausch verursacht. Bemerkenswert war, dass Studien aus Japan unter Anwendung der Hämoperfusion mit Polymyxin B den größten Einfluss auf die Studienergebnisse hatten.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23860248

Honore PM, Jacobs R, Joannes-Boyau O, De Regt J, De Waele E, van Gorp V, Boer W, Verfaillie L, Spapen HD.
ASAIO J. 2013 Mar;59(2):99-106

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Kurzzusammenfassung:
Aufgrund der Vielzahl an negativen Studienergebnissen bezüglich kontinuierlicher Nierenersatzverfahren (CRRT) zur Behandlung von Sepsis und dem systemischen inflammatorischen Response-Syndrom (SIRS), findet mehr und mehr ein Umdenken Richtung neuer Membranen und Adsorber- Technologien statt, die ihrerseits eine verbesserte Elimination von Mediatoren, ein breiteres Spektrum sowie eine höhere Effizienz aufweisen.
Diese Übersichtsarbeit fast den Einsatz und die Evidenz der folgenden neuen Technologien zusammen: high cutoff CRRT Membranen, high non-selective adsorptive CRRT Membranen, high selective adsorptive CRRT Membranen und Zytokin-adsorbierende Säulen/Kartuschen. Die Autoren konstatieren, dass “CytoSorb die vielversprechendste Technologie sei, obwohl ein nennenswerter Nachteil in der Nicht-Adsorption von Endotoxin liegt”.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23438770

Honore PM, Jacobs R, Joannes-Boyau O, Boer W, De Waele E, Van Gorp V, De Regt J, Spapen HD.
Mol Med. 2012 Dec 20;18:1363-5. doi: 10.2119/molmed.2012.00300.

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Kurzzusammenfassung:
In diesem Artikel wird das von Namas et al. vorgestellte „zytokinetische“ Modell zur Erklärung des Wirkprinzips von Hämoadsorption unter Verwendung von CytoSorb mit dem bisher anerkannten „zytotoxischen“ Modell verglichen und diskutiert.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/23052299

Bello G, Di Muzio F, Maviglia R, Antonelli M Minerva Anestesiol. 2012 Nov;78(11):1265-81
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Kurzzusammenfassung:
Diese Übersichtsarbeit diskutiert den Einsatz verfügbarer Verfahren zur extrakorporalen Blutreinigung (Hämoadsorption, gekoppelte Plasma Filtration Adsorption, High-Cutoff- und Hämofiltrations-Membranen) im Rahmen von Sepsis. Dabei wird ausführlich auf die bestehende Studienlage zu jeder der erwähnten Technologien, speziell auch auf CytoSorb, eingegangen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22772857

Rimmelé T, Kellum JA
Crit Care. 2011;15(1):205. Epub 2011 Feb 16

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Kurzzusammenfassung:
Die Arbeit informiert über die neuesten Fortschritte im Bereich Blutreinigung bei Sepsis. Dargestellt werden die zugrunde liegenden Wirkprinzipien der einzelnen Technologien (High-volume Hämofiltration, Kaskaden- Hämofiltration, Hämoadsorption, gekoppelte Plasma Filtration Adsorption, High-Adsorption Hämofiltration und High-Cutoff Hämofiltration/Hämodialyse) sowie die aktuelle klinisch/wissenschaftliche Evidenz zu deren Einsatz am Patienten. Obwohl alle Technologien biokompatibel und effektiv sind (Senkung von Zytokinen und z.T. bakteriellen Toxinen, Verbesserung physiologischer Parameter wie Hämodynamik und Oxygenierung), werden dringend bestätigende klinische Studien mit harten Outcome-Parametern benötigt. Bezüglich CytoSorb-Technologie wird neben der Bead-Beschaffenheit und der effektiven Spiegelsenkung von diversen Zytokinen hauptsächlich auf die 2 in vivo Kellum-Arbeiten in Ratten (Endotoxin und CLP-Modell) eingegangen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/21371356

Panagiotou A, Gaiao S, Cruz DN
J Intensive Care Med. 2013 Sep-Oct;28(5):281-95

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Kurzzusammenfassung:
Der Artikel gibt einen Überblick über am Markt verfügbare extrakorporale Systeme zur Beeinflussung der Plasmaspiegel von Mediatoren, die am inflammatorischen Geschehen beteiligt sind (Hämofiltrations-, Adsorptions- und Zell-basierte Verfahren). Außerdem werden neue und vielversprechende Techniken zur Behandlung der Sepsis vorgestellt.
Die CytoSorb-Technologie wird kurz angerissen, wobei hauptsächlich auf die effektive Spiegelsenkung von diversen Zytokinen sowie auf die Kellum-Arbeit im CLP Rattenmodell eingegangen wird.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22027760

Peng Z, Singbartl K, Simon P, Rimmelé T, Bishop J, Clermont G, Kellum JA Contrib Nephrol. 2010;165:322-8. Epub 2010 Apr 20
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Kurzzusammenfassung:
Die Arbeit gibt einen sehr guten Überblick über die Auswirkungen von Blut- Reinigungsverfahren vor allem auf immunologischer und zellulärer Ebene. Des Weiteren wird diskutiert, inwieweit Verfahren wie High-Volume Hämofiltra tion, Hämoadsorption, gekoppelte Plasmafiltration-Adsorption und High-Cutoff Membranen zwischenzeitlich verbessert und auf das „Setting“ Sepsis angepasst wurden.
www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20427984

Venkataraman R, Subramanian S, Kellum JA Crit Care. 2003 Apr;7(2):139-45
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Kurzzusammenfassung:
Der Review diskutiert die verschiedenen Arten der extrakorporalen Blutreinigung, bisher vorhandene Erkenntnisse und Zukunftsperspektiven der Verfahren.
Bezüglich CytoSorb wird kurz auf die bekannten Vorteile (Senkung Zytokinspiegel, Verbesserung Hämodynamik, Verbesserung Überlebenszeit etc.) eingegangen.
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/12720560

Hier ist das Informationsvideo zum Cytosorb-Register

CytoSorb Registry Video from CytoSorb on Vimeo.

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